Forschung & Entwicklung
Seit mehreren Jahren beteiligt sich BioProdukt aktiv an der Forschung und Entwicklung zu Themen, die einen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz leisten. Dazu gehören Projekte zur Erzeugung regenerativer Energie aus nachwachsenden Rohstoffen sowie der energetischen und stofflichen Verwertung von biologischen Reststoffen und Abfällen.
VerAGruen - Verwertung des Aufwuchses von vernässtem Grünland für die Erzeugung von regenerativer Energie sowie Kohlen zur CO2-Speicherung
Das Forschungsvorhaben VerAGruen zielt darauf ab, den Aufwuchs von wiedervernässten ehemaligen Moorflächen energetisch zu verwerten, um eine umfassende und nachhaltige Nutzung des Aufwuchses genannter Flächen zu ermöglichen. Hierfür wird eine quasikontinuierliche Batch-Pyrolyse-Technologie adaptiert, um durch eine dezentrale Behandlung des Aufwuchses von vernässten Flächen ein Synthesegas zu erzeugen, das motorisch in Strom und Wärme umgesetzt werden kann. Durch Festlegung eines Teils des Kohlenstoffs in Form von Pflanzenkohle und die zusätzliche Verwertung der entstehenden Pyrolyseöle wird ein bedeutender Beitrag zum Klimaschutz geleistet (Bildquelle: IEKrW).
NURTURE - Wiederverwertungskonzept für Naturfaserverbundwerkstoffe
Das Forschungsprojekt NURTURE hat das Ziel, innovative Verwertungskonzepte für Naturfaserverbundwerkstoffe (NFK) zu entwickeln und deren praktische Anwendbarkeit zu testen, da NFK aufgrund ihrer ökologischen Vorteile zunehmend an Bedeutung gewinnen, insbesondere in der nachhaltigen Werkstoffentwicklung. Allerdings stellt die Rezyklierung dieser Werkstoffe eine große Herausforderung dar, da die bisher verfügbaren Methoden entweder ineffizient oder umweltschädlich sind. Im technischen Bereich konzentriert sich das Projekt u.a. auf die Erprobung des Pyrolyseverfahrens von BioProdukt zur Verwertung von naturfaserverstärkten Kunststoffen (Bildquelle: GREENBOATS).
KoReNaRo - Konzept für Recycling und Nachnutzung von Rotorblättern aus Kunststoffverbundmaterialien
Seit 2021 fallen die ersten Windenergieanlagen an Land aus der EEG-Förderung, womit dann nach und nach End-of-Life Windenergieanlagen (EoL-WEA) aus dem Betrieb ausscheiden werden. Die Hauptkomponenten dieser Anlagen an Land bestehen zu einem Großteil aus den bereits gut recyclingfähigen Materialien Beton und Stahl. Allerdings bleibt für die Rotorblätter und Verkleidungen der Nabe und der Gondel, für die Faserverbundkunststoffe (FVK) genutzt werden, ein Recycling noch stark steigerungsfähig.
Ziel dieses Projekts ist die Konzipierung einer geschlossenen, wirtschaftlich umsetzbaren Entsorgungsstrategie, die eine möglichst hohe Recyclingquote im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft darstellt. Dabei soll insbesondere eine Zerlege- und Verwertungsanlage entworfen werden, die in der Lage ist, die zu erwartenden Rotorblätter einem hochwertigen Recycling zuzuführen (Bildquelle: IEKrW).
